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Auswilderung

Zurück in die Natur nach dem Winterschlaf

Im Frühjahr werden die Igel in der freien Natur langsam wach. Sobald die Sonne für gleichmäßig warme Temperaturen sorgt, werden sie die ersten Igel in der Natur beobachten können.

Auch in der Igelstation bereiten wir uns auf die warme Jahreszeit vor. Das mehr als die Hälfte unserer Igel den Winter bei uns überlebt, macht uns stolz und froh. Alle sind gesund und wohlgenährt.

Unsere Igel werden erst dann wieder in die Freiheit entlassen, wenn keine Nachtfröste mehr auftreten. Durch die Veränderung der klimatischen Bedingungen und das warme Frühjahr konnten wir die Auswilderung im Jahr 2008 vorverlegen.

Igeleltern und Paten

Die meisten Igel werden von ihren Findern zurückgenommen oder von Paten am alten Fundort in die Freiheit entlassen. Anmeldungen für die Abholung des Igels liegen uns zum Frühjahr regelmäßig vor.

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, eine Patenschaft für einen Igel zu übernehmen? Wie wärs mit einem Geschenk einer Patenschaft für Ihre(n) Nichte / Neffen oder für Ihre Enkel. Bringen Sie den Kindern die Natur näher und verbinden sie die Übergabe der Urkunde mit einem Besuch auf unserer Station.

Igelrevier

Natürlich sollten sie einen Igel nicht in das bestehende Revier eines bereits dort lebenden Igels auswildern. Es könnte zu Rivalenkämpfen kommen, da Igel sich in ihrem Lebensraum behaupten möchten. Weil Igel nachtaktiv sind und deshalb tagsüber nicht gesehen werden, suchen sie doch einfach nach Spuren eines evtl. dort lebenden Tieres. (siehe Fotos rechts)

Auskünfte über mögliche Aussetzgebiete und eventuelle Gefährdungen können Sie bei uns auf der Igelstation einholen.

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Zitate Pro Igel e.V.

Auswilderung am Fundort

Im allgemeinen ist der beste Auswilderungsplatz der Fundort des Igels. Man kann - von Ausnahmen abgesehen - davon ausgehen, dass das Gebiet, in dem der hilfsbedürftige Igel aufgegriffen wurde, ein igeltauglicher Lebensraum mit genügend Unterschlüpfen und Nahrung ist. Zudem haben Igel ein ausgezeichnetes Ortsgedächtnis. So kennen sie Durchschlüpfe durch Zäune, Umwege zur Überwindung von Mauern und steilen Böschungen, besonders nahrungsreiche Plätze wie Komposthaufen oder bestimmte Gartenbeete.

Auswilderung in einem neuen Lebensraum

Droht dem Igel am Fundort unmittelbare Gefahr für Leib und Leben - etwa durch Baumaßnahmen oder eine auch nachts stark befahrene Straße - so wird man das Tier nicht wieder dorthin bringen. Dann muss ein neuer Lebensraum gesucht werden.

Im Auswilderungsgelände sollen Deckung und Nahrung vorhanden sein; dazu kommt etwa der mit Sträuchern untersetzte Rand eines jüngeren Laubwaldes mit angrenzenden Wiesen und Weiden infrage. Von Vorteil ist ein Bach in der Nähe, ferner Bauernhöfe mit alten Schuppen, Obstbäumen und wilden Gärten. Auch durchgrünte Siedlungsrandbereiche mit durchlässigen Zäunen, naturnahen Gärten und älterem Busch- und Baumbestand bieten sich an.

Nicht geeignet sind steile Hanglagen, Nadel- und Laubhochwälder ohne Unterholz, feuchte Böden, Flussufer, Überschwemmungsgebiete sowie felsige Böden und Rekultivierungsflächen. Die Nähe von Dachsbauten und Greifvogelhorsten ist ebenso zu meiden wie ein Gebiet, in dem Fallen aufgestellt werden oder häufig freilaufende, jagdfreudige Hunde anzutreffen sind. Igel soll man auch dort nicht aussetzen, wo Holz- und Reisigansammlungen (z.B. Oster- und andere Brauchtumsfeuer) abgebrannt werden oder Chemikalieneinsatz, Straßenverkehr und Bauvorhaben zu erwarten sind. Ein für Igel geeigneter und ungefährlicher Aktionsradius von mindestens einhundert Metern sollte gewährleistet sein.



© 2008 Igelstation Heinsberg e.V.